Zahnprothesen
Zahnprothesen ersetzen mehrere oder alle Zähne – von der einfachen Klammerprothese bis zur hochwertigen Teleskop- oder Implantatprothese.
Zahnprothesen sind herausnehmbarer Zahnersatz, der bei großen Zahnlücken oder komplettem Zahnverlust eingesetzt wird. Je nach Anzahl der fehlenden Zähne kommen Teilprothesen oder Vollprothesen zum Einsatz.
Die einfachste und günstigste Variante ist die Klammerprothese (Modellgussprothese) – sie wird mit Metallklammern an den verbliebenen Zähnen befestigt und ist die Regelversorgung der GKV. Die Teleskopprothese bietet besseren Halt und Ästhetik, indem sie mit Doppelkronen auf den Restzähnen verankert wird. Die hochwertigste Lösung ist die implantatgetragene Prothese, bei der die Prothese auf 2 bis 6 Implantaten befestigt wird.
Bei Vollprothesen (zahnloser Kiefer) deckt der GKV-Festzuschuss die Regelversorgung meist vollständig ab. Bei aufwendigeren Lösungen wie der Teleskopprothese oder implantatgetragenen Prothese fallen erhebliche Mehrkosten an.
Materialvergleich: Qualitätsstufen und Kosten
Vergleichen Sie die verschiedenen Optionen nach Material, Preis, Haltbarkeit und Ästhetik.
Klammerprothese/Modellguss (Regelversorgung)
Metall-Basis mit Kunststoffzähnen
600 EUR – 900 EUR
Vorteile
- Günstigste Option
- GKV-Festzuschuss deckt Großteil
- Schnelle Anfertigung
Nachteile
- Metallklammern sichtbar
- Weniger stabil als Teleskop
- Kann Pfeilerzähne belasten
Vollprothese (Ober- oder Unterkiefer)
Kunststoffbasis mit Kunststoffzähnen
800 EUR – 1.200 EUR
Vorteile
- GKV-Festzuschuss deckt Regelversorgung meist komplett
- Günstig
- Bewährt
Nachteile
- Haftprobleme besonders im Unterkiefer
- Gaumenplatte kann Geschmack beeinträchtigen
- Knochenabbau schreitet fort
Teleskopprothese
Doppelkronen (Innen-/Außenkrone) + Prothesenbasis
5.000 EUR – 8.000 EUR
Vorteile
- Sehr guter Halt
- Keine sichtbaren Klammern
- Erweiterbar bei weiterem Zahnverlust
- Gleichmäßige Belastung der Pfeilerzähne
Nachteile
- Deutlich teurer als Klammerprothese
- Pfeilerzähne müssen beschliffen werden
- Hoher Eigenanteil
Implantatgetragene Prothese
2–6 Implantate + herausnehmbare oder feste Prothese
8.000 EUR – 15.000 EUR
Vorteile
- Bester Halt und Kaukomfort
- Kein Gaumenplatte nötig
- Erhält den Kieferknochen
- Fühlt sich fast wie eigene Zähne an
Nachteile
- Sehr teuer
- Chirurgischer Eingriff nötig
- Längste Behandlungsdauer
- Hoher Eigenanteil
Rechenbeispiel: Was kostet Sie das wirklich?
Teleskopprothese im Unterkiefer (4 Pfeilerzähne)
Eine Teleskopprothese im Unterkiefer kostet ca. 6.500 EUR. Die GKV zahlt einen Festzuschuss von bis zu 1.525 EUR (mit 10+ Jahren Bonusheft). Ohne Zahnzusatzversicherung tragen Sie knapp 5.000 EUR selbst. Mit 90 % Erstattung übernimmt eine gute Versicherung 4.478 EUR – Ihr Eigenanteil sinkt auf 497 EUR.
Verwandte Risiken
Häufig gestellte Fragen zu Zahnprothesen
Was kostet eine Zahnprothese 2026?
Klammerprothesen kosten 600 bis 900 EUR, Vollprothesen 800 bis 1.200 EUR, Teleskopprothesen 5.000 bis 8.000 EUR und implantatgetragene Prothesen 8.000 bis 15.000 EUR.
Was zahlt die Krankenkasse für eine Prothese?
Die GKV zahlt Festzuschüsse, die bei einer Vollprothese die Regelversorgung meist vollständig abdecken. Bei Teleskop- oder Implantatprothesen bleibt ein erheblicher Eigenanteil, da der Festzuschuss sich nur auf die Regelversorgung bezieht.
Teleskopprothese oder Implantatprothese – was ist besser?
Implantatprothesen bieten den besten Halt und erhalten den Kieferknochen, sind aber deutlich teurer. Teleskopprothesen sind ein guter Kompromiss aus Halt, Ästhetik und Kosten – besonders wenn noch Restzähne vorhanden sind.
Übernimmt die Zahnzusatzversicherung Prothesen-Kosten?
Gute Zahnzusatzversicherungen erstatten 70 bis 90 % der Kosten für hochwertigen Zahnersatz. Bei einer Teleskopprothese für 6.500 EUR kann das eine Ersparnis von über 4.000 EUR bedeuten.
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