Parodontitis
Parodontitis ist eine chronische Zahnfleischentzündung, die den Kieferknochen abbaut – häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.
Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats – also des Zahnfleischs, des Kieferknochens und der Fasern, die den Zahn im Knochen verankern. Sie beginnt meist schleichend als Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und kann sich unbemerkt über Jahre zum Knochenabbau entwickeln.
Über die Hälfte aller Erwachsenen über 40 Jahren hat eine Form von Parodontitis. Besonders tückisch: Die Erkrankung verläuft lange schmerzfrei und wird oft erst spät bemerkt, wenn bereits Knochen verloren gegangen ist. Rauchen, Diabetes, Stress und genetische Veranlagung erhöhen das Risiko deutlich.
Unbehandelt führt Parodontitis zu Zahnlockerung und schließlich Zahnverlust. Studien zeigen zudem Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Frühgeburten. Die Behandlung ist seit 2021 GKV-Leistung, aber ergänzende Maßnahmen wie Laserbehandlung kosten extra.
Symptome
- Zahnfleischbluten beim Putzen
- Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Mundgeruch
- Zahnfleischrückgang
- Lockere Zähne
- Empfindliche Zahnhälse
Prävention
- Gründliche Mundhygiene (Putzen + Zahnzwischenraumpflege)
- Regelmäßige professionelle Zahnreinigung
- Nicht rauchen
- Diabetes gut einstellen
- Regelmäßige Zahnarzt-Kontrollen
Was passiert ohne Behandlung?
Unbehandelte Parodontitis führt zu Zahnverlust. Die Folgekosten für Zahnersatz sind erheblich: Implantate (1.800–5.500 EUR pro Zahn), Brücken (500–2.500 EUR) oder Prothesen (600–15.000 EUR).
Häufig gestellte Fragen zu Parodontitis
Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei Parodontitis?
Die GKV übernimmt seit 2021 die Standardtherapie. Eine Zahnzusatzversicherung deckt die Privatleistungen ab – z. B. Laserbehandlung, Bakterientests und Knochenaufbau-Maßnahmen.
Wie erkenne ich Parodontitis?
Häufiges Zahnfleischbluten, gerötetes Zahnfleisch, Mundgeruch und empfindliche Zahnhälse sind Warnzeichen. Parodontitis verläuft oft schmerzfrei – regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind daher besonders wichtig.
Kann Parodontitis zum Zahnverlust führen?
Ja, Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Der Kieferknochen baut sich schleichend ab, bis die Zähne sich lockern und ausfallen oder gezogen werden müssen.
Wer hat ein erhöhtes Parodontitis-Risiko?
Raucher, Diabetiker, Menschen mit genetischer Veranlagung und Personen mit mangelnder Mundhygiene sind besonders gefährdet. Auch Stress und bestimmte Medikamente können das Risiko erhöhen.
Schutz vor Parodontitis und Folgekosten?
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