Wurzelentzündung
Eine Wurzelentzündung entsteht, wenn Bakterien den Zahnnerv erreichen – ohne Behandlung drohen starke Schmerzen und Zahnverlust.
Eine Wurzelentzündung (Pulpitis) tritt auf, wenn Bakterien durch tiefe Karies, einen Riss oder ein Trauma bis zum Zahnnerv vordringen. Der Nerv entzündet sich, schwillt an und verursacht heftige, oft pochende Schmerzen. Ohne Behandlung stirbt der Nerv ab und die Entzündung breitet sich auf den Kieferknochen aus – es bildet sich ein Abszess.
Die Behandlung erfolgt durch eine Wurzelkanalbehandlung, bei der das infizierte Gewebe entfernt, die Kanäle gereinigt und anschließend gefüllt werden. Im Anschluss wird der Zahn meist mit einer Krone stabilisiert.
Die GKV übernimmt eine Standard-Wurzelbehandlung, wenn der Zahn als erhaltungswürdig gilt. Moderne Verfahren unter dem OP-Mikroskop mit einer Erfolgsrate von bis zu 95 % sind jedoch Privatleistung und kosten 500 bis 1.500 EUR. Dazu kommt die Krone (300–1.000 EUR).
Symptome
- Starke, pochende Zahnschmerzen
- Empfindlichkeit bei Hitze und Kälte
- Druckschmerz beim Kauen
- Geschwollenes Zahnfleisch
- Eitriger Geschmack
- Evtl. dicke Backe (Abszess)
Prävention
- Karies frühzeitig behandeln
- Regelmäßige Zahnarzt-Kontrollen
- Gute Mundhygiene
- Mundschutz beim Sport (gegen Traumata)
Was passiert ohne Behandlung?
Unbehandelte Wurzelentzündungen können zu Abszessen, Knochenentzündung und Zahnverlust führen. Folgekosten: Wurzelbehandlung mit Mikroskop (500–1.500 EUR), Krone (300–1.000 EUR), bei Zahnverlust Implantat (1.800–5.500 EUR).
Mögliche Folgebehandlungen
Häufig gestellte Fragen zu Wurzelentzündung
Zahlt die Zahnzusatzversicherung bei Wurzelentzündung?
Gute Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Privatleistungen bei der Wurzelbehandlung – insbesondere die Kosten für OP-Mikroskop (500–1.500 EUR) und elektrometrische Längenmessung, die die GKV nicht erstattet.
Wie erkenne ich eine Wurzelentzündung?
Typische Symptome sind starke, pochende Zahnschmerzen, Empfindlichkeit bei Hitze/Kälte, Druckschmerz beim Kauen und geschwollenes Zahnfleisch. Bei diesen Anzeichen sollten Sie sofort zum Zahnarzt.
Was passiert, wenn ich eine Wurzelentzündung nicht behandeln lasse?
Ohne Behandlung stirbt der Zahnnerv ab. Es kann sich ein Abszess bilden, der auf den Kieferknochen übergreift. Im schlimmsten Fall muss der Zahn gezogen werden – dann wird teurer Zahnersatz nötig.
Kann ein wurzelbehandelter Zahn sich erneut entzünden?
Ja, in seltenen Fällen kann es zu einer erneuten Entzündung kommen (Revision). Die Erfolgsrate liegt bei Standard-Wurzelbehandlungen bei ca. 70–80 %, mit Mikroskop bei bis zu 95 %.
Schutz vor Wurzelentzündung und Folgekosten?
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